Die Einsatzabteilung

Das Herz einer jeden freiwilligen Feuerwehr ist die Einsatzabteilung. Ihr gehören die Frauen und Männer an, die der Bevölkerung im Einsatzfall zur Hilfe eilen.

Fangen wir aber ganz von vorn an. Wussten Sie, dass die Feuerwehr im Stadtgebiet Burgdorf komplett ehrenamtlich arbeitet? Die nächsten Berufsfeuerwehren befinden sich westlich in Hannover, nördlich in Hamburg, östlich in Braunschweig und südlich in Hildesheim. Außer in bestimmten Industriebetrieben, sind es außerhalb der Großstädte ehrenamtliche Einsatzkräfte, die diese Aufgabe erfüllen – Und selbst in Städten mit Berufsfeuerwehr sind freiwillige Feuerwehren ansässig, die die Arbeit der hauptberuflichen Kräfte bei größeren Lagen unterstützen.

Die freiwillige Feuerwehr ist eine Organisation, die verwaltungsrechtlich an das Ordnungsamt angegliedert ist. Dieses fungiert als unsere Aufsichtsbehörde im Rahmen der Aufgabenerfüllung nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz.

Am Standort Burgdorf tun derzeit ca. 80 Frauen und Männer zwischen 16 und 62 Jahren ihren Dienst. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen. Bei uns sind von Schülern, Auszubildenden und Studenten über Verwaltungsangestellte, Bäcker, Erzieherinnen, Medizinische Fachangestellte, Versicherungskaufleute, Schlosser und Kfz-Mechatroniker bis hin zu Aufzugtechnikern oder Landwirten die verschiedensten Fachrichtungen vertreten. Sie verbindet der Idealismus, eine ganz spezielle soziale Verantwortung zu übernehmen und der Reiz daran, für andere kurzfristig in die Bresche zu springen, um brenzligen Situationen Herr zu werden.

Zugegeben, das mag jetzt erstmal sehr pathetisch klingen. Fragt man jedoch in den Reihen der Einsatzkräfte, was sie motiviert, dieser Tätigkeit ohne Entgelt nachzugehen, erhält man als Antwort neben der Freude, im Team zu arbeiten, oft zum einen die Begeisterung an der Arbeit mit spezieller Technik und zum anderen die Tatsache, in Bereitschaft versetzt zu werden, um erlerntes Spezialwissen wissen in Ausnahmesituationen anzuwenden, die mit eigenen Mitteln nicht mehr beherrschbar sind. Und das, ohne vorher die Uhrzeit oder die genaue Aufgabenstellung zu kennen.

Dieses besagte Spezialwissen wird natürlich nicht Learning By Doing erreicht. Um sich für den Einsatzdienst zu qualifizieren, können bestimmte Ausbildungslehrgänge besucht werden, die das Gesamtwissen modulweise vermitteln. In Niedersachsen beträgt das Mindestalter für den freiwilligen Feuerwehrdienst 16 Jahre. Weiter vorausgesetzt sind körperliche und geistige Gesundheit. Eine Mindestgröße gibt es hier nicht.

Die Grundausbildung, der so genannte „Truppmann 1“-Lehrgang, findet an zwei Tagen in der Woche abends sowie am Wochenende statt und dauert ca. 70 Stunden bzw. 4 Wochen. Hier werden die absoluten Grundlagen für den Feuerwehrdienst vermittelt und befähigen, erste Aufgaben an der Einsatzstelle wahrzunehmen. Der Lehrgang findet einmal jährlich im Stadtgebiet Burgdorf statt. Alle weiterführenden Ausbildungsabschnitte werden entweder an der Feuerwehrtechnischen Zentrale (gegenüber vom Feuerwehrhaus Burgdorf) oder an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle oder Loy abgehalten.

Um sich auf die anfallenden Einsätze vorzubereiten, trifft sich die komplette Ortsfeuerwehr jeden Mittwoch von 19:30 bis 21:00 zum Übungsdienst im Feuerwehrhaus Vor dem Celler Tor 54 kurz vor dem Ortsausgang in Richtung Otze. Die Feuerwehrfrauen und –männer sind in zwei Züge aufgeteilt. Jeweils einer dieser beiden Züge hat ein festgelegtes Dienstthema und somit zugeteilte Fahrzeuge. Wir nennen das „Hauptdienst“. Der jeweils andere Zug erledigt anfallende Tätigkeiten innerhalb des Feuerwehrhauses oder hält den Ausbildungsdienst im kleineren Rahmen ab. Damit es etwas übersichtlicher wird, teilen die beiden Züge sich noch einmal in zwei bzw. drei Gruppen auf. Der „Hauptdienst“ wechselt wöchentlich.

Konnten wir Ihr Interesse wecken?

Prima! Weitere Informationen erhalten Sie unter mitmachen(at)feuerwehr-burgdorf.de.